Grüne und IBACON treffen Vereinbarung zur Information der Bürger

In einem sehr informativen und konstruktiven Gespräch berieten sich am 11.07.2014 der Vorstand des Ortsverbandes von Bündnis 90 / Die Grünen mit der Geschäftsleitung des Instituts für biologische Analytik und Consulting GmbH (IBACON) in Roßdorf anlässlich der Diskussion, die rund um die Feldversuche der IBACON in Groß-Zimmern Anfang Juni geführt wird.
Herr Dr. Petto und Frau Uta Bienert, beide IBACON, sowie Dr. Jörg Lüdemann und Reiner Raab von den Grünen, sind sich einig, dass eine frühzeitige und umfassende Information erforderlich ist, um Irritationen in der Zukunft zu vermeiden. Die IBACON plant dieses Jahr nur noch einen Feldversuch in Groß-Zimmern, der im September beginnen soll, und will vorab die Gemeinde über Lage und Zeit in Kenntnis setzen. Vor der Versuchssaison im Sommer 2015 will die IBACON ein Konzept entwickeln, wie diese Informationen grundsätzlich erfolgen sollen, und damit den Bürgern in Groß-Zimmern die Möglichkeit bieten, sich über Feldversuche in Groß-Zimmern zu informieren.
Ferner hat die IBACON zugesichert, sich bei der Auswahl von Versuchsfeldern um Flächen zu bemühen, die weiter vom bebauten Ortsrand, von den Naturschutzgebieten und von Freizeitwegen entfernt gelegen sind. Allerdings ist die IBACON hier auf die Flächen angewiesen, die ihr von den Landwirten angeboten werden.
Es wurde seitens der IBACON klargestellt, dass alle Versuche im Einklang mit geltendem Recht und unter der gebotenen Aufsicht der zuständigen Behörden durchgeführt werden. Eine Gefährdung von Spaziergängern, Radfahrern und anderen Menschen, die sich auf Feldwegen oder anderen Stellen außerhalb der Versuchsfelder aufhalten schließt Herr Dr. Petto grundsätzlich aus, da die in den Versuchen eingesetzten Chemikalien bereits auf gesundheitliche Unbedenklichkeit bei ordnungsgemäßer Anwendung geprüft sind.
Die IBACON ist ein international tätiger Dienstleister für die Chemische Industrie. Sie führt eine Vielzahl verschiedener Studien zur Ermittlung des Umweltverhaltens von Chemikalien durch, die zur Einschätzung potentieller Umweltrisiken gesetzlich vorgeschrieben sind. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit(BVL) erarbeitet Vorschläge für Rückstandshöchstgehalte, also maximal zulässige Konzentrationen des Wirkstoffs in den verschiedenen Lebensmitteln und Futtermitteln.
Damit werden nicht nur Labor- sondern auch Feldversuche von Pflanzenschutzmittel zwingend notwendig und gesetzlich erforderlich, um neue Mittel zuzulassen. Durch die Versuchsreihen wird zudem ermittelt, wie hoch die Rückstände bei praxisgemäßer Anwendung in den verschiedenen Erzeugnissen sind.
Die Zulassungsregeln sind auch das Ergebnis der erfolgreichen politischen Tätigkeit von Umweltschutzorganisationen sowie Bündnis 90/Die Grünen und sind erforderlich, um eine Schädigung von Umwelt und Mensch durch Chemikalien in der Landwirtschaft zu verhindern. Die Grünen setzen sich weiterhin in der Bundes- und Europapolitik dafür ein, die Gesetze für die Zulassung neuer Chemikalien im Sinne der Verbraucher zu verschärfen. „Wir werden weiterhin die Anwendungen von Pestiziden in der Landwirtschaft kritisch beobachten, dazu zählen auch die Feldversuche in unserer Region. Dabei begrüßen wir die Mitarbeit der Bürger, auf deren Informationen wir diesbezüglich auch angewiesen sind“, so Grünen-Sprecher Reiner Raab.

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